Fachkräftegewinnung im 21. Jahrhundert – Wer keinen Weg findet, muss ihn selbst bauen

Fachkräftegewinnung im 21. Jahrhundert – Wer keinen Weg findet, muss ihn selbst bauen

Fachkräftemangel in Deutschland

In Deutschland fehlt es an Fachkräften. Das ist keine Neuigkeit. Verschiedene Probleme führen dazu, dass aus den jüngeren Generationen immer weniger Fachkräfte nachrücken. Sehen wir uns mal ein paar Ursachen dafür an:
Der demografische Wandel führt zu einer konstant sinkenden Rate an Erwerbsfähigen, was sich dementsprechend negativ auf die Zahl der Fachkräfte auswirkt – es scheiden mehr Erwerbsfähige altersbedingt aus, als Erwerbsfähige nachrücken. Technologieschübe ziehen an den Fachkräften und denen, die es gerne werden würden, vorbei. Die damit entstehenden Innovationen werden aber im Beruf als Voraussetzung betrachtet, ohne entsprechende Schulungen oder Eingliederungen anzubieten. Der gigantische globale Wettbewerb entmutigt viele. Branchen wie das Baugewerbe bieten zudem häufig nicht ausreichend attraktive Perspektiven für Frauen. Man könnte noch endlos weiter machen. Beschränken wir uns hier aber lieber auf die Feststellung, dass der Fachkräftemangel auf Ursachen zurückzuführen ist, die zum Großteil menschengemacht sind und behoben werden können.

Baubranche zu unattraktiv für Nachwuchs?

Betrachten wir jetzt aber die Baubranche im Speziellen, fällt etwas Grundlegendes auf, was den Mangel erklärt: In den Bereichen Digitalisierung und Technologisierung hinken Bauunternehmen – glaubt man den Erkenntnissen verschiedener Branchenstudien – stark hinterher. Potenzielle Fachkräfte, die von sich aus bereit für die Arbeit auf Basis einer zeitgemäßen Unternehmensstruktur sind, ziehen an ihnen vorbei in andere Berufe. Die grundlegende analoge Systematik der Baubranche funktioniert zweifelsfrei seit Generationen – ob man an dieser Stelle auf die Pyramiden von Gizeh verweisen muss, sei dahingestellt, da es damals ganz andere Probleme im Baugewerbe gab. Heute müssen zu viele Dinge auf einmal beachtet werden: Bestimmte Daten, Projekte oder Prozesse, die auf Papier festgehalten wurden, sind zum einen nicht sonderlich flexibel zu reproduzieren, zum anderen verschwinden sie leicht oder gehen kaputt. Hat die Fachkraft dann eine Frage, muss sie erst überlegen, wo, wie und wann man Vorgesetzte überhaupt erreichen kann. Das sind auf den ersten Blick triviale Probleme. Aber auch triviale Probleme können zur Überforderung des ambitionierten, jedoch noch ungeübten Nachwuchses führen, der sich inzwischen an optimierte digitale Vorgänge gewöhnt hat.

Augenweide Digitalisierung

Um den Nachwuchs zu inspirieren, sollten Bauunternehmen mit der Zeit gehen und dem Konzept der Digitalisierung offen gegenüberstehen, anstatt sich unter dem Banner vergangener Erfolge zu entschuldigen. Idealerweise sollten sie sich schon auf dem Weg zur Digitalisierung befinden oder sie bereits kräftig voranbringen. Denn digitalisierte Unternehmen können durch die Vereinfachung und Optimierung der Prozesse, vereinfachte Kommunikation und Dokumententeilung, ein übersichtlicheres Aufgabenmanagement, die Zeiteinsparung etc. zur Ausbildung als Fachkraft motivieren. Entsprechende Dienste wie Microsoft 365 bieten dabei gut zugängliche und verlässliche Unternehmenstools.

Summa summarum

Eine Fachkraft schließt sich eher einem Unternehmen an, das mit der Zeit geht, als einem, das Fortschritt und Veränderung aus Bequemlichkeit ablehnt. Natürlich können nicht alle Probleme von den Unternehmen selbst gelöst werden. Aber das Verständnis für die Lage des potenziellen Nachwuchses schadet bestimmt nicht. Bauunternehmen sollten sich deshalb mit Experten in Verbindung setzen und sich zu ihrem eigenen Weg in die Digitalisierung beraten lassen, um damit – neben der Optimierung der Prozesse auf der Baustelle, im Büro und unterwegs – auch dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken.

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